keine Messer & Keine Polizei

Für eine starke Nachbarschaft, statt Messer und Polizei im Leipziger Osten!

eine gemeinsame Kampagne der Sportschule International, des Arbeitersport Leipzig und des Stadtteilladen ZweiEck. Wir stehen für Solidarität, statt Verrohung und Unterdrückung.

Wir wollen keine Messer in unserem Viertel!

Mangelnde soziale Perspektive und Sicherheit auf der einen Seite, eine Kultur des „schnellen Geldes“ und der Rücksichtslosigkeit auf der anderen Seite, bestimmen das Leben von vielen jungen Leuten im Leipziger Osten. Das Messer ist darin ein Symbol, dass man sich alleine durchkämpft und niemand einem was kann. Wir kennen einige Leute, die genau diesen Weg der Gewalt, des Egoismus und sogar der Drogen gegangen sind. Aber es gab auch die Mädels und Jungs um uns, die genau diese Gewalt abbekommen haben und teilweise um ihr Leben fürchten mussten. Darum sagen wir ganz klar:

Wir wollen keine Gewalt in unserem Viertel! Wir stehen gegen jede Form der Verrohung und des Egoismus!

Wir wollen keine Polizei in unserem Kiez!

Seit nun gut 9 Monaten gilt um die Eisenbahnstr. im Leipziger Osten ein sogenanntes Waffenverbot, also eine Regelung, die das „Mitführen von gefährlichen Gegenständen“ verbietet. Seitdem patrouillieren große Autos, voll mit Beamten und schwerem Gerät durch unseren Kiez und kontrollieren „verdachtsunabhängig“ alle möglichen Leute, vor allem vermeintliche Flüchtlinge und Ausländer. Ein ganzes Viertel wird kriminalisiert, es entsteht Misstrauen und Angst. Die Kriminalität ist dadurch nicht weniger geworden. Wie es sich anfühlt und was es mit einem macht, mitten am Tag an einer viel befahrenen Kreuzung, vor seinen Nachbarn und Arbeitskollegen von 4-5 schwer ausgestatteten Polizisten kontrolliert zu werden, kann jeder erahnen. Wenn wir aber wirklich Hilfe brauchten, haben viele die Erfahrung gemacht, dass die Polizei nicht kommt, oder ewig braucht, auch wenn sie eigentlich um die Ecke parkt. Wem soll das alles nutzen? Uns und unserer Sicherheit auf jeden Fall nicht!

Mehr Polizei, wie sie an jeder Ecke von Politikern gefordert wird, ist keine Lösung für unsere Probleme!

Was können wir gemeinsam tun?

Vielen hier fehlt es an beruflicher und sozialer Perspektive. Wir brauchen Orte der Begegnung und des Austauschs. Sport und Freizeitangebote. Hilfe und Unterstützung bei den Problemen des Alltags. Doch wenn die Stadt nichts tut, werden wir eben selber aktiv. Wir schaffen uns einen Kiez in dem kein Platz für Drogen und Gewalt ist. Wir bauen auf gegenseitige Hilfe und Unterstützung. Wir müssen zusammen stehen und nicht gegeneinander. Und das Ganze unabhängig von Strukturen der Stadt, der Wirtschaft und der Politik. Denn wenn wir es nicht selber machen, dann macht es niemand.

Unterstützt auch ihr die Kapagne und kommt zu uns!

Keine Messer und keine Polizei in unserem Kiez!

Für eine starke Nachbarschaft!